7. Journalistenpreis der Stiftung Atemweg feierlich verliehen

Vergangenen Donnerstagabend lud die Stiftung AtemWeg zur feierlichen Preisverleihung in das Conference Center bei Helmholtz Munich. Preisträger des mit insgesamt 5.000 Euro dotierten und von der Asklepios Lungenklinik Gauting mitfinanzierten Preises waren Sophie Menner, Kirsten Girschick und Julia Barthel (BR Data/BR Recherche). Der Sonderpreis der Jury ging an Karen Abel und Anna Zhukovets für die Dokumentation "Wie Phoenix aus der Asche".

Manchmal sind es Geschichten, die mehr bewegen als jede Statistik. Geschichten von Menschen, die trotz schwerer Lungenerkrankungen Hoffnung schöpfen, von medizinischen Fortschritten, die Leben verändern, und von Journalistinnen, die diesen Erfahrungen eine Stimme geben. Denn, wie Dr. Michael Frieser, administrativer Geschäftsführer von Helmholtz Munich in seinem Grußwort betonte: „Awareness ist kein Selbstzweck. Awareness führt zu Wissen. Wissen führt zu Prävention. Und Prävention kann Leben retten.“ Es war ein Abend voller bewegender Begegnungen, inspirierender Geschichten und großer Wertschätzung für eine Berichterstattung, die Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Den Journalistenpreis der Stiftung AtemWeg erhielten Sophie Menner, Kirsten Girschick und Julia Barthel (BR Data/BR Recherche). Mit ihren Arbeiten überzeugten sie die Jury durch journalistische Sorgfalt und inhaltliche Tiefe. In seiner Laudatio hob Prof. A. Oender Yildirim, Direktor des Instituts für experimentelle Pneumologie, LMU, München und Vorstand der Stiftung Atemweg, die Bedeutung qualitätsvoller Gesundheitsberichterstattung hervor: „Was diesen Beitrag besonders auszeichnet, ist die gelungene Verbindung aus exzellentem Datenjournalismus, wissenschaftlicher Einordnung und menschlichen Geschichten. Komplexe medizinische Zusammenhänge werden präzise, anschaulich und allgemein verständlich erklärt, ohne dabei an wissenschaftlicher Qualität oder journalistischer Sorgfalt einzubüßen", betonte er.

Darüber hinaus wurden Karen Abel und Anna Zhukovets für ihren Beitrag „Phoenix aus der Asche“ mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet. Die eindrucksvolle Dokumentation beleuchtet intensiv persönliche Schicksale, die hinter der Diagnose Lungenkrebs stehen, macht Wissenschaft menschlich und schafft Sichtbarkeit – gegen Vorurteile und schenkt Betroffenen Mut und eine Stimme jenseits der stigmabehafteten Diagnose, würdigte Prof. Jürgen Behr,  Direktor der Medizinischen Klinik V am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU),  Lehrstuhlinhaber für Klinische Pneumologie an der LMU und Vorstand der Stiftung Atemweg die journalistische Qualität und die gesellschaftliche Relevanz des Beitrags.

Mit dem Journalistenpreis zeichnet die Stiftung AtemWeg jährlich Medienschaffende aus, die durch ihre Berichterstattung einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über Lungengesundheit, Prävention, Forschung und Therapie leisten. Die ausgezeichneten Beiträge zeigen eindrucksvoll, wie Journalismus dazu beitragen kann, medizinisches Wissen verständlich zu vermitteln und das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten zu schärfen.

Fotos: Oliver Heuft