Tipp für den Alltag

Kathrin Süss, Leitung der Physiotherapie der Asklepios Fachkliniken München-Gauting.

„Bewegung lohnt sich immer! Gerade bei Atemnot,“ sagt Kathrin Süss, Leitung der Physiotherapie der Asklepios Fachkliniken München-Gauting. Auch oder gerade an „schlechten“ Tagen, sollten Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen wie COPD, Lungenfibrose, Asthma oder Lungenhochdruck aktiv sein. Selbstverständlich ist das Training der jeweiligen Tagesform anzupassen. 

Aber: Dranbleiben lautet die Devise. Denn, nur wer regelmäßig übt, kann einem kleinen Training ein größeres folgen lassen. Am besten trainiert man unter Aufsicht und mit physiotherapeutischer Begleitung.
 
Eine einfache Übung, die schnell Ihre Lebensqualität steigert, ist die altbekannte Lippenbremse. Da diese leider nicht immer korrekt ausgeführt wird, soll sie hier nochmals erläutert werden: Legen Sie die Lippen entspannt aufeinander und lassen Sie die Luft langsam durch die verengte Atemöffnung ausströmen. Auf diese Weise wird das Ausatmen verlangsamt. Der Atemstrom wird abgebremst. Durch den höheren Innendruck bleiben die Bronchien länger geöffnet. Die Technik hilft vielen Asthmatikern während eines Anfalls, aber auch bei anstrengenden Alltagssituationen, wie beispielsweise beim Treppensteigen.