Stiftung Atemweg fördert vielversprechende Studie zur Asthmabehandlung

Studie auf der Spur eines Biomarkers, der die Therapieansprache bei Patienten mit schwerem Asthma besser oder früher vorhersagen kann

 

Für Patienten mit schwerem Typ-2 Asthma bronchiale, die trotz einer maximalen inhalativen Therapie unkontrolliert bleiben, stehen heute verschiedene Biologika-Therapien, sprich Antikörper-Therapien zur Verfügung, die sich gegen spezifische Komponenten der Asthma-Entzündung richten. Durch Hinzunahme dieser Medikamente kann bei vielen Patienten eine Verbesserung der Asthmakontrolle erreicht werden.

Allerdings gibt es auch Patienten, die nicht auf die Therapie ansprechen. Eine Vorhersage der Therapieansprache anhand von Biomarkern ist jedoch bislang nicht ausreichend möglich, sodass zum Teil sehr zeit- und kostenintensive Therapieversuche notwendig sind. Neue Biomarker, die die Therapieansprache besser oder früher vorhersagen, wären daher klinisch nützlich.  

Deshalb unterstützt die Stiftung Atemweg jetzt ein Projekt am Klinikum der Universität München unter der Leitung von Dr. Katrin Milger-Kneidinger (Oberärztin am Klinikum der Universität, Medizinische Klinik IV) und Prof. Silke Meiners (Arbeitsgruppenleiterin, Helmholtz Zentrum München, Institut für Lungenbiologie). Die Forschungsgruppe will mit Hilfe einer großangelegten Studie herausfinden, welche Biomarker sich eignen, um den therapeutischen Erfolg der Biologika-Therapie prognostizieren.

Biomarker sind spezifische Moleküle in Zellen des Blutes oder in der Lunge, so zum Beispiel das Proteasom. Es spielt eine essenzielle Rolle bei der gezielten Zerstörung normaler und beschädigter Proteine und ist zudem verantwortlich für viele wichtige Zellfunktionen. Aus früherer Forschung weiß man, dass das Proteasom beim Inflammationsprozess von Typ 2 Asthma eine wichtige Rolle spielt. Bisher konnten Dr. Milger-Kneidinger und Prof. Silke Meiners bereits aufzeigen, dass die Aktivität des Immunproteasoms im Blut von Asthmapatienten deutlich angestiegen ist. In der jetzt gestarteten Studie soll nun gezeigt werden, inwiefern die Aktivität des Immunproteasoms Aufschlüsse über die Therapieansprache geben kann.

In der von der Stiftung Atemweg mitfinanzierten Studie will das Team um Dr. Katrin Milger-Kneidinger und Prof. Silke Meiners  nun herausfinden, inwiefern sich die Proteasomfunktion als Biomarker eignet, um die Therapienasprache bei Asthma besser vorherszusagen und damit die Therapieauswahl zu optimieren. So könnte man den Patienten unter Umständen qualvolle Therapieversuche ersparen.